Donnerstag, 18. März 2010

Primordial - As Rome Burns

Mammut-Post inc., bitte lest bis zum Ende:


Original Text:

We are falling over the ends of the earth
So gather your children before you
And tell them that these are the final days of all
And preach to the paupers
And sing to the slaves

I see you've chosen to loose your faith
To burn your bridges and lose your way
From mountain top to valley deep
From shore to cursed shore
What Nation, what State, what Land is this?
The wretched Tribe of Nero...

Sing Sing Sing to the Slaves
Sing to the Slaves that Rome Burns

Are our bones not dust?
Is our Blood not Poison?
On my knees in the black light
Praying for Salvation, bitter Redemption
So throw your dice and cast your shadow
You may look away
But your children will not...

"The West is ripe for the picking, ready for the fall. We are being sold for the endless corporate multinational pursuit of creating one faceless mono-culture. The United States of Europe. Yet we are so sedated, so drugged, so afraid that we fight ourselves. Fat and bloated with our sense of the self. We will have nowhere to run when the blade comes in the darkest hours and it will come. You may turn your face but your children will not, can not. We are fiddling and Rome is about to be set ablaze."

Lyrics: A.A. Nemtheanga
Music: MacUilliam and Primordial

Übersetzung

Wir fallen über die Enden der Erde
So versammelt eure Kinder vor euch
Und sagt ihnen, dass dies die letzten Tage von allen sind
Und predigt zu den Armen
Und singt zu den Sklaven

Ich sehe, ihr habt euch entschieden euren Glauben zu verlieren
eure Brücken zu verbrennen und euren Weg zu verlassen
Von Bergesspitze zum tiefen Tal
Von Küste zu verfluchter Küste
Welche Nation, welcher Staat, welches Land ist das?
Der elende Stamm Neros...

Singt Singt Singt zu den Sklaven
Singt zu den Sklaven, dass Rom brennt.

Sind unsere Knochen nicht Staub?
Ist unser Blut nicht Gift?
Auf meinen Knien im schwarzen Licht
betend für Erlösung, bitteren Ausgleich
Also wirf deinen Würfel und streife deinen Schatten ab
Du schaust vielleicht weg
Aber deine Kinder werden es nicht tun...

"Der Westen ist reif für die Ernte, breit für den Herbst. Wir wurden verkauft für das endlose Streben multinationaler Unternehmen um eine gesichtslose Monokultur zu erschaffen. Die Vereinigten Staaten von Europa. Dennoch sind wir so sediert, so betäubt, so ängstlich, dass wir uns selbst bekämpfen. Fett uns aufgedunsen mit unserem Selbstgefühl. Wir werden keinen Ort zum flüchten haben wenn die Klinge kommt in den dunkelsten Stunden und sie wird kommen. Du kannst dein Gesicht abwenden, aber deine Kinder werden es nicht, sie können nicht. Wir fidelen und Rom steht kurz davor in Flammen aufzugehen."


"We are fiddling and Rome is about to be set ablaze." Stammt von einem Sprichwort das im Englisch etwa soviel bedeutet wie: "Auf einer Fidel spielen während Rom brennt". Das Sprichwort hat seinen Ursprung im Großen Brand von Rom 64 nach Christus. Nero, der Kaiser des Römischen Reiches soll einigen Quellen zufolge den Brand gelegt haben und dann Fidel spielend und singend auf seinem Balkon gestanden haben. Angeblich tat er dies, um Rom neu aufzubauen zu können und prunkvolle Paläste zu errichten, außerdem schob er den Christen den Brand unter und ließ sie verfolgen. Das Sprichwort drückt aus, dass man sich nur mit Nebensächlichen beschäftigt und seine Prioritäten während einer Krise völlig vergisst. Und hier kommen wir ins Spiel. Das Lied berichtet vom Ende der Welt. "Falling over the ends of the earth" und "the final days of all" bezeugen den nahenden Untergang. Die letzten beiden Zeilen der ersten Strophe berichten durch zwei Alliterationen (preach - paupers, sing - slaves) davon, die Armen du die Sklaven anzubeten. Dies stellt wahrscheinlich einen letzten verzweifelten Akt dar, den drohenden Untergang abzuwenden. Vielleicht können wenigstens die Sklaven und Bettler helfen, wenn die obere Schicht sich, entweder gegen sie gewendet hat oder unfähig ist etwas zu tun. Die ersten beiden Zeilen der nächsten Strophe handeln vom Verrat. Sie spielen darauf an, dem eigenen Land den Rücken gekehrt zu haben. Man verrät die eigenen Bräuche und Sitten und ordnet sich dem großen "Staat" unter (gleich mehr dazu). Die folgenden drei Zeilen berichten von den Ausmaßen des "neuen Reiches". Von der Spitze des Berges bis zum tiefen Tal und von Strand zu Strand gehört alles zu dem einem Staat. Die rhetorische Frage "What Nation, what State, what Land is this?": Was für ein Land kann das sein, dass solch gewaltige Ausmaße besitzt? Ist es nicht zu groß? Kann es überhaupt regiert werden? Ist es dazu verdammt unter zugehen, wie es uns die Geschichte schon oft gelehrt hat? In der letzten Zeile wird nun der Vergleich direkt angesprochen, der sich durch das ganze Lied zieht. Hier wird die Antwort auf die vorangegangene Frage gegeben: Nero - besser: der Stamm Neros. Der Stamm Neros weil somit der Umschwung auf die heutige Zeit gelungen ist. Nemtheanga "wagt es" das heutige Europa (das, wenn es nach einigen ginge schon "Die Vereinigten Staaten von Europa" wäre) mit dem alten Römischen Reich zu vergleichen. Aber hinkt der Vergleich dermaßen? Nein... so kommt es zumindest mir über die Lippen. Brauchen wir wirklich einen "Einheitsstaat" (egal mit welchen Mitteln erzielt)? Natürlich müsste man Für und Wieder abwiegen. Und natürlich könnte man in alle Länder Europas reisen und der Handel würde erleichtert. Man würde versuchen (man müsste sogar) die europäischen Länder aneinander anzugleichen "arme" Länder würde man unterstützen. Aber die Individualität der Kulturen würde verschwinden. Es würde sich schon fast nicht mehr zu lohnen zu reisen - außer des Wetters wegen. Könnten einige wenige diesen gigantischen Staat beherrschen? Würden nicht viele Probleme untergehen? Würden Firmen Monopole schaffen von denen wir alle Abhängig sind? Auch die Politiker, nicht nunmehr eines Landes sondern aller Länder von Europa. Fragen über Fragen über Fragen, man müsste wirklich ausgiebig darüber diskutieren und die für und wieder abwägen. Aber auf keinen Fall sollte man diese schleichende Veränderung einfach so hinnehmen. Die Völker die "Sklaven und Bettler" müssen entscheiden ob es notwendig ist. Es dürfen nicht einige wenige "gewählte" Vertreter bestimmen: Ihr tut dies, Ihr tut das! Wir sollten uns nicht über die verdammten Benzinpreise aufregen oder darüber ob Politiker Vergünstigungen in Hotels bekommen oder nicht. Wir lesen den ganzen Tag nur den Scheiß der in den Zeitungen auf dem Titelblatt steht und hören das, was Herr Bohlen auf RTL zu seinen Kandidaten sagt. Weil ihr es verdammt nochmal hören wollt! Niemand WILL etwas dagegen tun, unser Leben ist viel zu bequem. Bildlich gesehen währen unsere Gedanken "aufgedunsen und fett", wir sind einfach zu faul aufzustehen.

We are fiddling and Rome is about to be set ablaze.

Wir können unser Gesicht vielleicht abwenden und so tun als wäre nichts, aber unsere Kinder müssen sich dann diesen Problemen stellen. Entschuldigt, ich bin etwas abgedriftet. Aber das sollte so in etwa der Kern des Liedes sein.

Keep on listening and reading,
Regards Used.

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